Wiesenmeer erhalten!

Aus aktuellem Anlass – am kommenden Sonntag, den 25.05.2014 steht die Abstimmung über den Volksentscheid zu 100% Tempelhofer Feld an – ausnahmsweise mal ein bißchen Wahlwerbung für die gute Sache:

Tempelhofer Feld für ALLE – ALLES für ALLE !

Kein kapitalistisch-patriarchales – wer die Kohle hat bzw. wer die Hosen (Senat) anhat bestimmt – Durchregieren mehr gegen die Interessen der Menschen vor Ort!

Mobilisiert Freund_innen, Kolleg_innen, Genoss_innen, Bekannte und Wahlverwandte und alle Menschen, die ihr in euerem sozialen Nahfeld erreicht:

Ein JA für den Entwurf der Trägerin des Volksbegehrens – die Demokratische Initiative 100% Tempelhofer Feld (THF100)

Ein klares NEIN (zusätzlich ankreuzen nicht vergessen!!) für den profit- und vertungsorientierten Masterplan des rot-schwarzen Berliner Senats!

Die Möglichkeiten hierzu stehen wie folgt:
Abstimmung am Sonntag in den zuständigen Wahllokalen (8:00-18:00 Uhr)
Briefwahl (da zu dieser vorab ein Antrag gestellt werden muss, fällt diese Möglichkeit unter ferner liefen angesichts des knapp bevorstehenden Wahltermins am Wochenende, außer ihr schafft es morgen noch)
Abstimmung morgen, für alle, die wissen, daß sie am Sonntag verhindert sein werden..in der zuständigen Briefwahlstelle

Das zuständige Wahllokal lässt sich in der Wahlbenachrichtigung nachlesen. Für jene, die diese verloren haben oder nicht mehr auffinden: unter berlin.de das zuständige Wahllokal ausfindig machen!

Wer noch nicht überzeugt ist von der Dringlichkeit, diese grass-roots-Initiative zu unterstützen, die_der rufe sich ihren_seinen letzten Besuch des Felds in Erinnerung oder vergegenwärtige sich, was ein Scheitern des Volksentscheids an Verlust bedeuten würde:

THF100Plakate

Gegen die kapitalistische Verwertungslogik der Berliner „Stadtentwicklung“!

Da die WM auch der sexistischen Ausfälle ansteht..

hat „LiDL“ aktuell schon die passende sexistische Kackscheiße im Angebot:

Sexismus lidl

Die freuen sich doch sicher über Rückmeldungen und Fragen zu Warenangebot und Sortiment:

per Email kontakt@lidl.de

oder unter der kostenlosen Rufnummer einfach mal mit den Call-Center-Agent_innen über Sexismus als Verkaufs“argument“ philosophieren bis die Drähte heißlaufen:

0800 – 43 53 361

-> passt übrigens gut dazu: ein kühles Bierchen

enjoy!

8. März Berlin

ziemlich schickes Teil: das Mobi-Video zur diesjährigen 8. März-Demo (Bln)

EUweit: jede 3. Frau von Gewalt betroffen (-> Studie)

Jetzt ist die Katze ganz offiziell aus dem Sack – jede 3. Frau in der EU war ein- oder mehrmals bzw. ist aktuell von Gewalt (durch Männer) betroffen. Dies enthüllt die bislang erste in diesem Umfang durchgeführte Erhebung durch die EU-Grundrechtsagentur. Die Studie basiert auf einer repräsentativen Befragung in allen (!) 28 Mitgliedsstaaten.

Die Ergebnisse der Studie in Gänze (pdf; engl.) kurz verlinkt: Violence against women: an EU-wide survey

Frauenkampftag international – Saudi-Arabien und seine mutigen Feministinnen

Pünktlich zum 8. März haben zehn feministische Aktivistinnen in Saudi-Arabien eine Petition unterzeichnet und dem Schura-Rat, welches den saudischen König und uneingeschränkten Herrscher „beratend“ zur Seite steht, übergeben. Darin gefordert: die Einschränkung (die Abschaffung wäre wohl eine Nummer zu groß bzw. nicht besonders aussichtsreich gewesen für die Fraueninitiative und ihre Aktivistinnen) der absoluten Herrschaft des Mannes (Vater, Bruder, Onkel, Ehemann) über „seine“ Mädchen und Frauen. Hintergrund: In Saudi-Arabien gilt bis zur Heirat die Vormundschaft des männlichen Familienoberhaupts, bzw. dessen Vertreters. Nach der Heirat nicht viel besser: Rechte und Pflichten gehen auf den Ehemann über. Ohne die Erlaubnis eines männlichen Vormundes darf frau weder arbeitern, noch einen Pass beantragen, das Land verlassen oder einen ärztlichen Eingriff vornehmen lassen. Die Frau entkommt ihrer Rolle als „Unmündige“ zeit ihres Lebens nicht – der Horror eines immer noch real existierenden, absoluten Patriarchats.

Welche Auswirkungen und fatalen Konsequenzen dieses System der Genderapartheid auf Frauen, ihre Gesundheit und ihr Leben (bzw. ihren Tod) hat, zeigte u.a. der letzte Todesfall einer Studentin auf dem Campus – männliche Ersthelfer wurden am Zugang zur Herzinfarktpatientin gehindert (vgl. Blogeintrag mit Links vom 8.2.). Sie war nicht verschleiert.

Solidarität mit den Aktivistinnen in Saudi-Arabien und weltweit !

Imagine.. part2: Oppressed Majority

Noch so eine Filmperle feministischer Bewusstmachungspolitiken: Auch in Majoritée Opprimée (Oppressed Majority/ dt.: Unterdrückte Mehrheit) der französischen Filmemacherin Eléonore Pourriat findet das Prinzip der Spiegelung gesellschaftlicher Verhältnisse Anwendung.

Doch nicht „das Matriarchat grabscht zurück“, etwa in Form wildgewordener Frauenhorden, wie es ein liberales Besserverdiener- und Lebemann-Blatt süffisant in seinem sensationsheischenden Titel verspricht: es ist das Patriarchat, das hier in seiner ganzen Gewalttätigkeit vor Augen und in seiner grundlegenden Konstitution vorgeführt wird als ein a-soziales System für die Hälfte der Bevölkerung, und das in der Tat 24/7.
[ Nebenbei bemerkt: die Verlinkung mit dem Video via DIE ZEIT erfolgt hier schlicht und ergreifend auch nur aufgrund der Tatsache, daß das Video auf youtube geblockt ist, jugendgefährdend sei es! („Melde dich an, um dein Alter zu bestätigen :/ “) – spricht doch für sich, wo Jugendliche ansonsten den ganzen lieben langen Tag sexistische Kackscheiße googlen und youtube-streamen können.. ]

Von patriarchal imaginierten „Matriarchaten“

Mal ganz grundsätzlich: Würden wir in einem tatsächlichen Matriarchat leben – es hätte nicht die geringste Ähnlichkeit mit dem gefakten Ausschnitt eines durchschnittlichen Typen in seinem durchschnittlichen Alltag zu tun, der uns hier so schön exemplarisch vor Augen geführt wird. „Pierre“ kämpft sich durch die Straße auf dem Weg zur Kita / zum Kindergarten, wird vollgelullt, angelallt, angemacht, angepöbelt, belästigt, begrabscht, und letztlich noch vergewaltigt. Als wäre diese Banalität des tagtäglichen Sexismus nicht schon schlimm genug muß der arme Typ zu guter Letzt auch noch von der obligatorischen Polizeibeamtin im Verhör gedemütigt und bloßgestellt werden – Stichwort Vergewaltigungsmythen („sie hat mit ihrem aufreizendem Auftreten dazu verführt“/victim blaming). Ist er nicht (zumindest mit/)selbst schuld, wenn er so aufreizend in der Öffentlichkeit unterwegs ist??

Für eine ‚Petra‘ gälte das allemal. Schließlich ist im Patriarchat immer die Frau schuld an allen Widrigkeiten des Lebens, die sie ihrer bloßen verführerischen Existenz und körperlichen Anwesenheit in Raum und Zeit als ein geschlechtliches Wesen verdankt, sollte die strukturelle Gewalt sich für den Moment gegen sie ganz individuell Bahn brechen. So weit, so einsichtig. Mir jedenfalls, die ich mir den ganzen Tag die Welt so reinziehen muß, ob ich will oder nicht.

Wenig Empathie hingegen zeigt an dieser Stelle mal wieder der vielzitierte „neue“, „junge“, poppige Pop-“Feminismus“, verkörpert durch bloggende freiZEITfeministische Existenzen, die in ihrem Habitus eine geradezu hyperliberale, trend-(„pop-“)affine Lebensart zelebrieren – nicht unähnlich ihren patriarchal geprägten und selbstentfremdeten, chauvinistischen Pendants des vorgenannten Lebemannwochenmagazins. Das Tolle daran: man kann alles kritisieren, dabei hipp und unkompliziert (für das Patriarchat) sein – und sich zugleich noch als extremst politisch ausgeben.

„Es berührt mich nicht“

So erklärt MISSY Katrin Gottschalk daß sie sich das Video zwar wohl ansah – aber sich doch so „gar nichts“ bei ihr „regte“. Keine Aufregung, keine Erregung, keine Freude (ob der gelungenen Spiegelung sexistischer Kackscheiße etwa), keine Wut (ob der erfahrenen eigenen Diskriminierungen, Anfeindungen, An- oder Übergriffe?), keine Trauer, kein Mut (einzugestehen, daß es gut tut, sich die Wirklichkeit nur für den Moment mal andersherum vorzustellen). Wirklich nicht(s)? Gar nichts?

Könnte es sein, daß ein Zuviel an abstrakten genderqueertheoretischem Uni-Seminar-Geschwurbel in diese absolute Gefühlstotheit mündet? Immerhin verstehen sich die MISSYs ja doch als eine Art Vorhut einer neuen, superreflektierten feministischen Avantgarde. Die Judith Butlers „queerfeministischen“ Antifeminismus schon mit der Mutter-, nein: Menschenmilch, aufgesaugt haben. (…)

8. März – Vaginale – und so einiges los

Der 8. März – der internationale Frauenkampftag – steht schon in Kürze an. Zeit, sich Gedanken zu machen, wo mensch als F_L_T_I*-Person mit weiblichem Erfahrungshintergrund struktureller Diskriminierung entgegentreten will.

Ein hübsches Programm findet ihr auf frauenkampftag2014.wordpress.com

Nebenbei entdeckt: welcher die Berlinale zu boring ist, die kann sich ja aufmachen zur Vaginale ..

Der März kann kommen – still lovin`feminism yeah yeah yeah!!

Von Gebär- und Still-Zwängen weltweit

Da ist ein Staat doch mal sehr offen und direkt, was den Anspruch auf patriarchale Verfügungsgewalt über weibliche Reproduktionskörper anbelangt:

In den Vereinigten Arabischen Emiraten (UAE – United Arab Emirates) definiert und regelt ein neues „Kinderschutzgesetz“ doch nun tatsächlich ausdrücklich, daß Frauen, die ein Kind geboren haben, dieses nun auch stillen müssen. Heißt in der Folge, Nicht-Stillen stellt einen Gesetzesverstoß dar und kann geahndet werden. Und Erzeuger haben von nun an ein Verfügungsregelement mehr an der Hand, um Frauen an Heim und Herd zu fesseln. Von der Erpressbarkeit und dem psychischen Druck bzw. Leiden der Betroffenen – nahezu die Hälfte der Bevölkerung im gebährfähigen Alter – ganz zu schweigen.

Apropos Erzeuger: Diese haben in Mazedonien bereits seit Juni 2013 ein gehöriges Wörtchen mitzureden, wenn Schwangere abtreiben wollen. In einem Eilverfahren wurde vor knapp einem dreiviertel Jahr beschlossen, das Abtreibungsrecht der Frau dergestalt einzuschränken, daß die Betroffene
a) nachweisen muß, den Erzeuger über die Absicht, abtreiben zu wollen, informiert zu haben und
b) daß die gesetzlich vorgeschriebene Beratung vor dem Abbruch gemeinsam mit dem Erzeuger absolviert werden muß.
Frau stelle sich nur vor was das in Fällen von gescheiterten Beziehungen, One-Night-Stands und gewaltbelasteten Partnerschaften bedeutet.. Immerhin: die Vergewaltigung stellt noch eine „legitimen“ Grund für eine Abtreibung dar.
Die gesetzlich geregelte Fremdbestimmung über den eigenen Körper und dessen Reproduktionsmöglichkeiten sind seitdem in einem weiteren Land gesetzlich verankert, und das Selbstbestimmungsrecht über den eigenen Körper von Mädchen und Frauen massiv beschnitten worden.

Nicht anders in der EU und europäischen Ländern, wo die patriarchale Reaktion längst den Kampf aufgenommen hat mit allen gesellschaftlichen Errungenschaften, die seit Jahrzehnten für mehr Emanzipation und das grundlegende Selbstbestimmungsrecht über den eigenen Körper gekämpft haben:

Relativ unbemerkt neben der schweizerischen – nicht minder reaktionären – Volksabstimmung über angebliche „Massenzuwanderung“ (die knapp „positiv“, also aus emanzipatorischer, antirassistischer Sicht negativ ausfiel) fand noch eine weitere, nicht gerade unbedeutende Abstimmung statt. Allerdings fiel diese, zum Glück aller Eidgenossinnen, proemanzipatorisch aus: Vergangenen Sonntag waren alle Schweizer_innen aufgerufen, über ein von nationalistisch-konservativ-religiösen Kräften lanciertes Vorhaben abzustimmen, das die Privatisierung von Abtreibungskosten einführen wollte. Rund 70 Prozent stimmten dagegen, die medizinischen Kosten aus dem Leistungskatalog der Krankenkassen zu streichen bzw. den Betroffenen selbst aufzuerlegen. Was für alle Nichtvermögenden de facto eine Abschaffung der Abtreibung bedeutet hätte.
Jedoch gibt es landesintern regional erhebliche Unterschiede im Abstimmungsverhalten, wie das Kanton Appenzell Innerrhoden () zeigt..

2012 startete der islamistische neo-konservative türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan (AKP) eine Kampagne, die Abtreibung zu „Mord“ erklärte, und beabsichtigte, in der Türkei die Abtreibung – selbst in Fällen von Vergewaltigung – zukünftig generell unter Strafe zu stellen. Nur dem wochenlangen Einsatz einer breitgefächterten feministischen Bewegung in der Türkei ist es zu verdanken, daß dieser Angriff auf das grundlegende Selbstbestimmungsrecht der Frauen dort gerade noch abgewehrt wurde!

Von einem solch entschiedenen Eintreten gegen patriarchale Fremdbestimmung sind viele westeuropäische Staaten leider noch sehr weit entfernt.
Nicht nur in traditionell katholisch sehr stark beeinflussten Staaten wie Irland und Polen besteht de facto ein Abtreibungsverbot. Der Einfluss des Vatikan ist auch hierzulande deutlich spürbar. Auch in Deutschland lief der Versuch, das Abtreibungsrecht – genauer: die indikationsbezogene Straffreiheit von Abtreibungen – weiter einzuschränken schon lange an. Über die Hintertür der Diskussion über die sog. Pränatale Präimplentationsdiagnostik (PID) fanden sich sogar linke, grüne und sozialdemokratische Kräfte, die sich für den „Schutz des Lebens“ im deutschen Parlament einsetzten.
Nicht unerheblich in dieser Frage dürfte der Einfluss der katholischen Propagandalehre auch hierzulande sein, wenn man fragt, wieso es in Deutschland bis heute kein kodifiziertes Recht auf Abtreibung gibt. Am Fehlen einer kämpferischen Frauenbewegung kann es nicht gelegen haben. So findet ja auch der als so „modern“ gefeierte neue Papst Franziskus zwar – endlich! im Vergleich zu seinen bloß moralisierenden, apellierenden Vorgängern – zu Recht schneidende Worte wenn er scharfsinnig die Gewalttätigkeit eines inhumanen Systems analysiert und den Kapitalismus als menschenverachtend geißelt („Diese Wirtschaft tötet“) – für das System Patriarchat, gewissermaßen den Unterbau der Katholensekte, gibt es nicht mal annähernd Schelte vom Oberhirten. Im Gegenteil. Auch diesem vermeintlich modernen Geist im Vatikan hören wir moralinsauer schwadronieren gegen Abtreibung, die „Teil der Wegwerfgesellschaft“ sei. So weit, so norm-al.

Höchst prekär stellt sich allerdings die Situation mittlerweile für Mädchen und Frauen in Spanien dar: Die konservative Volkspartei (PP – Partido Popular) hat intern eine Gesetzesinitiative abgesegnet, die die Abtreibung generell unter Strafe stellen soll. Aufgrund der Mehrheitsverhältnisse im spanischen Parlament steht das Risiko eines generellen Abtreibungsverbots in Spanien unmittelbar vor der Tür. Die erste Hürde auf dem parlamentarischen Weg der nationalistisch-katholischen Reaktionäre zur Einschränkung des körperlichen und reproduktiven Selbstbestimmungsrechts ist bereits genommen.
Die Gefahr, daß gebärfähige Menschen wieder unter dem Einsatz von Stricknadeln etc. verbluten werden ist höchst präsent!

Nicht mehr lange bis zum 8. März – dem weltweiten Frauenkampftag! Zeit, es den Spanierinnen in feministischer Solidarität gleichzutun und allen Reaktionären weltweit zu zeigen, daß das erste Recht des Menschen eben für alle Menschen gilt – gerade auch für die „andere“ (Simone de Beauvoir) Hälfte der Bevölkerung: MEIN Körper gehört MIR !!

Ob wir Kinder kriegen oder keine – entscheiden wir alleine!

Imagine..

Spieglein, Spieglein an der (Lein-)Wand.. welcome to GenderFuckLand !! :-P

.. kein Kommentar – Jacky au Royaume des filles (Riad Sattouf) spricht für sich ..

Neues aus Saudi-Absurd_ist:an

Was die frauenverachtende, patriarchal motivierte Geschlechter-Appartheid in letzter Konsequenz bedeutet, veranschaulicht auf tragische Weise jüngst der Todesfall einer Studentin an einer saudiarabischen Universität, die einem Herzinfarkt erlag. Nicht, daß die Behandlung eines Herzinfarkts eine übergroße medizintechnische Herausforderung darstellte im hochtechnologisierten, reichsten Wüstenstaat der Welt. Nein, die Gründe für diese Tragödie sind viel banaler. Eine junge Frau musste an der bigotten Borniertheit eines puritanistischen Gesellschaftssystems sterben: die (männlichen) Rettungskräfte hatten alleine aufgrund des Geschlechts der Patientin, die zum Zeitpunkt des Infarkts – wie konnte sie auch so nachlässig sein?! – unverschleiert war, keinen Zugang zu ihr.

Tja, es darf eben kein Mann einer Frau je zu nahe kommen im wahabbitischen Werte- und Moralsystem – und sei es eine Frage auf Leben und Tod. Gesetz ist Gesetz – und „Moral“ alles. Die gleiche heuchlerische Sexual“moral“ hatte übrigens schon 2002 15 Kindern – halt: „bloß Mädchen“ – das Leben gekostest. Auch hier der „Grund“: die Mächen in einer brennenden Schule waren nicht „züchtig“ genug gekleidet, um das brennende Gebäude verlassen zu können. Sprich, sie trugen nicht die verordnete schwarze „Abbaya“ – den schwarzen Ganzkörperschleier. So kann frau eben nicht aus den Flammen gerettet werden, ist doch klar. Die patriarchale Männerhorde könnte doch sogleich über die Geretteten herfallen.. Oder?

Eben. Um derartigen Versuchungen von vornherein Einhalt zu gebieten hat ein saudischer „Gelehrter“ gleich die richtige Antwort parat: bereits 2(!)-Jährige sollten sich züchtig kleiden. Hijab or death, that is the question! Man(n) weiß ja nie.. Die Versuchung lauert eben überall im Wüstenstaat der klerikalen Genderfaschisten. Hört und sieht alles: die Mutawwa..