Frauenkampftag international – Saudi-Arabien und seine mutigen Feministinnen

Pünktlich zum 8. März haben zehn feministische Aktivistinnen in Saudi-Arabien eine Petition unterzeichnet und dem Schura-Rat, welches den saudischen König und uneingeschränkten Herrscher „beratend“ zur Seite steht, übergeben. Darin gefordert: die Einschränkung (die Abschaffung wäre wohl eine Nummer zu groß bzw. nicht besonders aussichtsreich gewesen für die Fraueninitiative und ihre Aktivistinnen) der absoluten Herrschaft des Mannes (Vater, Bruder, Onkel, Ehemann) über „seine“ Mädchen und Frauen. Hintergrund: In Saudi-Arabien gilt bis zur Heirat die Vormundschaft des männlichen Familienoberhaupts, bzw. dessen Vertreters. Nach der Heirat nicht viel besser: Rechte und Pflichten gehen auf den Ehemann über. Ohne die Erlaubnis eines männlichen Vormundes darf frau weder arbeitern, noch einen Pass beantragen, das Land verlassen oder einen ärztlichen Eingriff vornehmen lassen. Die Frau entkommt ihrer Rolle als „Unmündige“ zeit ihres Lebens nicht – der Horror eines immer noch real existierenden, absoluten Patriarchats.

Welche Auswirkungen und fatalen Konsequenzen dieses System der Genderapartheid auf Frauen, ihre Gesundheit und ihr Leben (bzw. ihren Tod) hat, zeigte u.a. der letzte Todesfall einer Studentin auf dem Campus – männliche Ersthelfer wurden am Zugang zur Herzinfarktpatientin gehindert (vgl. Blogeintrag mit Links vom 8.2.). Sie war nicht verschleiert.

Solidarität mit den Aktivistinnen in Saudi-Arabien und weltweit !